Pflanzenportraits Räucher-Kräuter

Das Räuchern begleitet den Menschen schon seit seinen frühesten Anfängen. Man kann annehmen, sobald das Feuer entdeckt war, wurde auch geräuchert. Viele Hochkulturen nutzten auf diese Art und Weise die Wirkung verschiedener Kräuter und viele der Pflanzen wurden ihnen heilig. Selbst das Christentum hat diesen „heidnischen“ Brauch übernommen und so werden bis heute in Kirchen unter anderem Weihrauch und Myrrhe verräuchert. Beim „einfachen“ Volk hat sich der Brauch des Räucherns in den Rauhnächten teilweise erhalten. Aber auch zu jeder anderen Zeit kann man sich selbst und auch anderen auf diesem Weg Gutes tun.
Die unten angefügte Liste von Räucherkräutern erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit sondern bildet lediglich einen Teil der Kräuter ab, die in der Kräutermischerei Wilfersdorf verarbeitet werden. Wichtig ist auch, das bei Krankheitszeichen unbedingt der Weg zum Arzt oder Therapeuten erfolgen sollte. Das Räuchern kann jedoch immer auch andere Therapieformen begleiten und unterstützen.

Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)
Duftnote beim Räuchern: waldig, erdig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: beruhigend, stärkend, klärend, luststeigernd, potenzsteigernd, Stress, Unruhe, Erdung, Kraft Heilung, Sensitivität, Belebung der Partnerschaft, Innenschau, innere Ordnung
Räuchermischungen:
Salbei, Brennnesselsamen

Ahorn (Acer)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen
Duftnote beim Räuchern: süßlich, mild
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: beruhigend, reinigend, schützend, Stress, Unruhe

Apfel (Malus)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Holz, Rinde, Kerne, Schalen
Duftnote beim Räuchern: frisch, holziger Duft
Wirkung  / Anwendung in der Räucherkunde: belebend, reinigend und stärkend Wirkung auf Geist und Körper, Liebesräucherungen, fügt zwei sich liebende Seelen zusammen, läßt die innere Schönheit und das Herz strahlen
Räuchermischungen:
Fichtenharz, Gewürznelke, Rosenblüten, Styrax, Weihrauch, Zimt  

Augentrost (Euphrasia officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: würzig, krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: sensibilisierend, schützend, Meditation 

Basilikum (Ocimum basilicum)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: beruhigend, reinigend, aphrodisierend, Schutz, Reinigung, Vertreiben böser Geister / negativer Gedanken, Überarbeitung, Stress, innerer Reichtum
Räuchermischungen:
Petersilie, Salbei, Ysop
Traditionelle Verwendung:
In Indien wird die Basilikumart Tulsi seit langer Zeit als heilige Pflanze verehrt und gehört zu den ayurvedischen Räucherstoffen.

Beifuß (Artemisia vulgaris)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: süß, harzig, warm-erdig, krautig-würzige Note Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: entspannend und beruhigend auf die Nerven, gibt neue Energie und stärkt die Lebenskraft, stark reinigend, Schutz vor negativen Energien, hilft bei der Aktivierung von heilenden Kräften, Sensitivität, Reinigung, Abwehrnegativer Kräfte, vertreibt böse Geister / negative Gedanken, Unterstützung bei unvorhersehbaren Veränderungen im Leben, Loslassen (Beziehungsende / Tod eines geliebten Menschens), Aphrodisiakum und Potenzmittel für den Mann, Hellsehen, Wahrsagen, Abendräucherungen, Hausreinigung 
Räuchermischungen:
Fichte, Holunderblüte, Salbei, Wacholder
Traditionelle Verwendung:
Achtung in der Schwangerschaft – der Beifuß wirkt wehenfördernd.
Die Griechen weihten den Beifuß als Frauenkraut der Mondgöttin Artemis (daher der lateinische Name). Der Beifuß war eine der wichtigsten Heilpflanzen der Kelten. Bei den Germanen gehörte er zu den neun heiligen Kräutern, die Göttervater Odin den Menschen als Geschenk machte. Ebenfalls war das Kraut bei den Kelten Teil ihrer rituellen Räucherungen an Festen wie Samhain (31. Oktober / 1. November). Nach alter europäischer Tradition, die auf Rituale der germanischen Stämme zurückgeht, werden zur Sommer- und Wintersonnenwende (besonders in den zwölf Rauhnächten) auch bis in unsere Tage mit Hilfe von Beifuß sowie anderen getrockneten Kräutern Häuser und Ställe zur Reinigung von negativen Einflüssen / bösen Geistern ausgeräuchert. Die Menschen glaubten früher, dass der Teufel den Beifuß fürchte, weshalb er als Schutz- und Reinigungspflanze sehr beliebt war. Zudem galt er als die Fruchtbarkeit anregend, weshalb er in dafür vorgesehenen Zeremonien eingesetzt wurde. Hierzu wurden vor den Ritualen Kränze aus Beifuß geflochten, die Frauen dann zum Tanz ums Feuer als Gürtel um ihre Hüften trugen. Während sie übers Feuer sprangen, wurde der Rauch mit seiner anregenden Wirkung freigesetzt. Überall, wo er wächst, spielt er eine Rolle als Schamanenpflanze. Die Chinesische Medizin verwendet den Beifuß zur Moxibustion.

Beinwell (Symphytum officinale)
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blüten, Blätter
Duftnote beim Räuchern: warm, würzig-erdig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: desinfizierend, reinigend
Vertreibung von Krankheitsdämonen, Lösen von Blockaden,   Stärkung des Selbstbewusstseins, positiver Blick in die Zukunft 
Räuchermischung:
Klatschmohn 

Bergbohnenkraut (Satureja montana)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: würzig, angenehm, aromatisch
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: klärend, loslassend, lösend, stärkend, entspannend, insektenvertreibend, bringt Energie für neue Taten, kräftigt den Verstand bei geistiger Arbeit, Aphrodisiakum, Impotenz, Vertreiben lästiger Insekten
Traditionelle Verwendung: 
Bergbohnenkraut war früher häufig ein Bestandteil von Zaubertränken gegen Impotenz. 

Berufkraut (Erigeron annuus)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung /  Anwendung in der Räucherkunde:: schlaffördernd, antidepressiv, stimmungsaufhellend, euphorisierend, stärkend, beschwingend, Schlafstörungen, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit

Borretsch (Borago officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: euphorisierend, belebend, aufbauend, erheiternd, aufmunternd, beschwingend, stimmungsaufhellend, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, vertreibt negative Gedanken, hellt Stimmung auf, macht leicht und heiter, verleiht Selbstbewusstsein, Zufriedenheit
Räuchermischungen:
Eisenkraut, Mädesüß

Braunelle (Prunella vulgaris)
Verwendete Pflanzenteile: Ähren, Blüten
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: selbstheilend, mutbringend, schützend, Selbstheilungprozesse in Gang bringend, Mut für neue Unternehmungen
Traditionelle Verwendung:
Die Braunelle gehörte zu den Zauberkräutern. So sollte getrocknetes Braunellenkraut, das bei sich getragen wurde, Mut geben. 

Brennnessel (Urtica dioica/urens)
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blätter, Samen
Duftnote beim Räuchern: angenehm, würzig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: abwehrend, schützend, klärend, reinigend, aufbauend, stärkend, erdend, luststeigernd, heilend, anziehend, austreibend, abwehrend, entfluchend, seelische Probleme, Depressionen, einschneidiges Erlebnis im Leben, Überlastung

Brombeere (Rubus sectio rubus)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Früchte 
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: harmonisierend, ausgleichend, beruhigend, kräftigend, stärkend, entzündungshemmend, lösend, Entzündungen, Unausgeglichenheit, Unruhe, Stress

Dill (Anethum graveolens)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Samen
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde:: transformierend, gegen den bösen Blick / angezauberten Schadzauber (Mobbing)
Traditionelle Verwendung:
Dillsträusse werden seit der Antike über Türen angebracht, weil dann das Haus und seine Mitbewohner vor dem bösen Blick geschützt sind. Bereits in der Bibel wird Dill erwähnt (siehe Mt 23,23). Zu dieser Zeit diente die Pflanze bereits als Gewürz (Blätter und Samen) und Mittel in der Volksmedizin.

Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Verwendete Pflanzenteile: Nadeln, Zweige, Rinde, Holz, Harz 
Duftnote beim Räuchern: balsamisch, waldig, zitrusartig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: inspirierend, kräftigend, reinigend, bewusstseinserweiternd, erfrischend, Müdigkeit, Erschöpfung

Duftwicke (Lathyrus odoratum)
Verwendete Pflanzenteile: Blüte 
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: Heilenergie, Opfermittel, Hellsichtigkeit, magischeKräfte, Tribut an gute Geister

Efeu (Hedera helix)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Früchte, Holz
Duftnote beim Räuchern: herb, frisch, fruchtig, krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: schützend, heilend, lösend, bringt unser Unterbewusstsein hervor, Innenschau, Ahnenkontakt, nimmt den Schleier von unserem Bewusstsein, so dass wir den Weg zu der Anderswelt erblicken können.
Efeu sollte nur in freier Natur verräuchert werden, weil es sonst passieren kann, das manche Wesen, die nichts Gutes von uns wollen, den Weg nicht zurückfinden, Efeu passt auch gut in Räucherwerke für die Wintersonnenwende und zu Samhain. Also in die Zeiten wo das Tor in die Anderswelt ein wenig geöffnet ist.
Räuchermischungen:
Heidekraut, Mistel, Haselnussblätter, Gundermann
Kulturelle Bedeutung: 
Bereits in der Bibel (2 Makk 6,7) wird der immergrüne Efeu erwähnt. Die Pflanze diente in antiken Zeiten zumeist für Dekorationszwecke (z.B. als Kopfschmuck in Prozessionen). Ein alter Volksglaube besagt, dass Efeu niemals mit in das Haus genommen werden darf, weil sich sonst zwei Liebende im Haus trennen werden. 

Eibe (Taxus baccata) giftig
Verwendete Pflanzenteile: Harz, Nadeln, Zweige
Duftnote beim Räuchern: streng, schwer, dunkel
Wirkung / Anwendung in der Räucherheilkunde:: lösend, stärkend, lösend von alten Geschichten und Sichtweisen, bereitet Weg zu Neuem
Eiben-Räucherungen werden gerne zu Samhain (Allerheiligen) vorgenommen und sollten (wegen der Giftigkeit) im Freien vollzogen werden. 
Kulturelle Bedeutung: 
Diese Baum-Denkmäler sind die ältesten Bäume Europas. Die Gattung „Taxus“ geht in der Erdgeschichte ins obere Jura (150 Mio. J.) zurück, die Art „baccata“ ist 15 Millionen Jahre alt. Symbolisch steht die Eibe, auch aufgrund ihrer Giftigkeit, für Weisheit und Wissen, für Leben und Tod. Sie wurde und wird bei Übergangs- und Unterweltsriten verwendet und hat einen wichtigen Bezug für die Themen von Geburt und Wiedergeburt. Unsere Ahnen sahen in der Eibe das Tor zur Geisterwelt und zum Totenreich und vermuteten, dass in ihr weise Ahnengeister und mächtige weibliche Schutzgeister wohnten. Mit ihrem immergrünen Kleid zeigt sie den Sieg über die Vergänglichkeit und gehört deshalb zu den schutz-magischen, zauber-abwehrenden Bäumen. Die Eibe unterstützt uns bei Zeitreisen und Ahnenkontakten. 
Bei unseren Vorfahren in Europa galt die Eibe traditionell als Totenbaum und Schutzpflanze vor bösen Geistern. Aus diesem Grund wurde sie den Verstorbenen mit ins Grab gelegt, um sie auf der Reise ins Jenseits zu schützen. Sie gehörte zu den heiligen Bäumen der Druiden und aus ihrem Holz wurden die Zauberstäbe der Druiden geschnitzt. Die Kelten badeten ihre Pfeilspitzen in Eibennadelsud, um so ein wirkungsvolles Gift für ihre Pfeile zubekommen. Die Germanen kannten sogar eine Eiben-Rune (Rune Eihwaz), die eine sehr starke Schutzrune war. Für sie war die Eibe auch ein Symbol der Unsterblichkeit, das wohl auf die immergrünen Nadeln zurückzuführen ist.

Eibisch (Althaea officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: begleitend, erdend, heilend, erwärmend, beschützend, stärkend, Erkältungen, heilt die Seele, hilft Einsamkeit anzunehmen

Eiche (Quercus)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Holz, Rinde
Duftnote beim Räuchern: leicht, stechend 
Wirkung / Anwendung in der Räucherheilkunde: konzentrationsstärkend, reinigend auf Geist und Körper, Sensitivität, mentaleStärkung, magischeKräfte, hilft gegen negative Einflüsse von außen, klärt den Verstand, ändert den Blickwinkel, klärt die Atmosphäre Räuchermischungen:
Eisenkraut, Fichtenharz, Mistel, Weihrauch
Traditionelle Verwendung:
Besonders in Reinigungsräucherungen findet die Eiche traditionell Verwendung und bereits die Kelten nutzten die Eiche als Räuchermittel in ihren religiösen Reinigungsritualen

Eisenkraut (Verbena officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: frisch-würzig, stark krautig, herbstliches Laubfeuer 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: beruhigend, klärend, reinigend, die Aufmerksamkeit fördernd, fördert unseren Mut, um Neues zu schaffen oder zu beginnen, Schutzräucherung des Hauses, gegen Albträume, vor Verhandlungen / Sitzungen, für materiellen Erfolg 
Räuchermischungen:
Fichtenharz, Lärchenharz, Weihrauch, Zeder
Traditionelle Verwendung:
Eisenkraut schreibt man magische Kräfte zu und es war eines der heiligen Pflanzen der keltischen Druiden. Im Mittelalter wurde Eisenkraut von den Barden als ein die Zukunft voraussagendes Räuchermittel verbrannt. Es war bis dahin ein wichtiger Bestandteil von Beschwörungszeremonien. In Wales wurden früher Büschel von Eisenkraut, das man dort “Gift für den Teufel” nannte, als Schutzmittel in den Häusern aufgehängt oder geräuchert.

Erdbeere (Fragaria)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter 
Duftnote beim Räuchern: krautig, grün
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: erheiternd, aufmunternd, stimmungsaufhellend, Liebesräucherung, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit

Estragon (Artemisia dracunculus)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter 
Duftnote beim Räuchern: krautig, süß
Anwendung in der Räucherkunde: Reinigung, Schutz
Räuchermischungen:
Erdrauch, Kerbel, Myrte, Petersilie, Rosmarin, Thymian

Fichte (Picea)
Verwendete Pflanzenteile: Nadeln, Holz, Harz 
Duftnote beim Räuchern: angenehm, kräftig-waldig 
Wirkung / Anwendung in der Räucherheilkunde: aufbauend, belebend, euphorisierend, desinfizierend, kräftigend, Hausräucherung, Reinigung, Sensitivität,magische Kräfte, hilft uns zur Ruhe zu kommen, belebt die Sinne, euphorisierend, schützt vor negativen Fremdenergien
Räuchermischungen:
Kiefer, Lavendel, Rosmarin, Tanne, Zeder
Traditionelle Verwendung:
Das Harz fand früher oft Verwendung als kostengünstiger Ersatzstoff für Weihrauch. Traditionell wurde es zur Reinigung von Plätzen sowie Orten und in Heilräucherungen gebraucht. Fichtenräucherungen sollen aber auch ein gutes Schutzmittel vor negativen Energien sein.
Räuchermischung:
Wacholder, Mistel

Flieder (Syringa)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Duftnote beim Räuchern: intensiv, süßlich, stark
Wirkung / Anwendung in der Räucherheilkunde: reinigend, lösend, wohltuend, beschwingend, entspannend, euphorisierend, Sensitivität, Kreativität, Brechen von Flüchen, Lösen von Verbindungen zu untreuen Menschen, Abhängigkeiten lösen, zeigt den Weg zu Glück und Zufriedenheit
Räuchermischung:
Weihrauch

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Duftnote beim Räuchern: warm, sanft
Wirkung / Anwendung in der Räucherheilkunde: reinigend, wärmend, stärkend, kreativitätsfördernd, heilend, stimulierend, intuitionsstärkend, Erfolg,Sensitivität, Hellsichtigkeit
Kulturelle Bedeutung: 
Die Alchemisten versuchten mit Hilfe von Frauenmantel den Stein der Weisen herzustellen.

Gänseblümchen (Bellis perennis)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten, Knospen
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde:: stärkend, heilend, stimmungsaufhellend, beschwingend, belebend, euphorisierend, beruhigend, Frauenräucherung, Fruchtbarkeitsrituale, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit
Räuchermischungen:
Ringelblume, Goldrute

Gänsefingerkraut (Potentilla anserina)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: lösend, entspannend, beruhigend, kräftigend, Stress, Unruhe, Erdung, Mentalkraft

Giersch (Aegopodium podagraria)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blüten
Duftnote beim Räuchern: blumig, würzig, krautig, aromatisch
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: schützend, stärkend, aufmunternd, anregend, mobilisierend, belebend, vitalisierend, erheiternd, stimmungsaufhellend, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Frühjahrsmüdigkeit, Schutz
Traditionelle Verwendung: 
Archäologische Funde belegen, dass bereits die Neandertaler diese Pflanze kulturell nutzten, vermutlich als Mittel gegen Gichtschmerzen.
Räuchermischungen:
Petersilie

Gundermann (Glechoma hederacea)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Duftnote beim Räuchern: würzig, erdig, fein
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: schützend, reinigend, intuitionsstärkend, wohltuend, beschwingend, vitalisierend, vertreibend, hält zwischenmenschliche Beziehungen zusammen, Dämonen-abwehrend, Hellsichtigkeit, Mut, Urvertrauen
Kulturelle Bedeutung: 
Die Pflanze gilt traditionell als Mittel gegen schlechte Geister und steht für eine enge Beziehung zu den Kräften der Natur. Schon die Germanen räucherten den Gundermann, um Haus und Hof beisammen zuhalten und Schutz zu erhalten. Auch Hildegard von Bingen schätzte Gundermann als kraftvolle Pflanze.

Hagebutte (Rosa canina)
Verwendete Pflanzenteile: Früchte 
Duftnote beim Räuchern: süßlich, fruchtig, aromatisch
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: beruhigend, entspannend, beschwingend, stärkend, euphorisierend, erheiternd, stimmungsaufhellend, Liebesräucherung, macht sensibel für die eigenen Gefühle, den Geist beruhigend, Weisheit, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Stress, Unruhe, Glück, Heilung
Räuchermischungen:
Fichtenharz, Kiefernharz, Apfelkerne, Rosenblüten

Haselnuss (Corylus avellana)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Duftnote beim Räuchern: frisch, süßlich
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: belebend, frohmachend, 
Schutzräucherung, Sensitivität anregend, mentale Stärke, Fröhlichkeit, eingeschlafene Sexualität wird wieder zum Leben erweckt
Räuchermischungen:
Rose, Sandelholz
Traditionelle Verwendung:
Schon die Germanen verwendeten Haselräucherungen für ihre Zeremonien und stimmten ihre Götter dadurch sanft und milde. 

Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: aromatisch, schwer, weihrauchartig
Wirkung / Anwendung in der Räucherheilkunde: antibakteriell, heilend, entzündungshemmend, desinfizierend, insektenvertreibend, entspannend, beruhigend, wärmend, Desinfektion, Entzündungen, Stress, Unruhe
Traditionelle Verwendung: 
Bereits in der Antike erfreute sich das Heiligenkraut als Heilkraut einer großen Bekanntheit. Seit dem 17. Jahrhundert wird das Kraut in Europa auch als Gewürz in der Küche sowie als Heilkraut in der Naturmedizin eingesetzt. Zudem diente Heiligenkraut in früheren Zeiten zum Räuchern auch als Ersatz für Weihrauch.

Hibiskus (Hibiscus syriacus)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Duftnote beim Räuchern: blumig
Wirkungsweise: stimmungsaufhellend, harmonisierend, beschwingend, euphorisierend, belebend, ausgleichend, schützend, erheiternd
Anwendung in der Räucherkunde: Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Unausgeglichenheit, Unruhe, Stress, Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit

Himbeere (Rubus idaeus)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter Früchte 
Duftnote beim Räuchern: süßlich
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: stärkend, anregend, erfrischend, belebend, schützend, Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit

Hirtentäschel (Bursa pastoris)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: stimmungsaufhellend, beschwingend, entspannend, bewusstseinserweiternd, konzentrationsfördernd, Streß, Hellsichtigkeit, Konzentrationsschwäche, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit

Hexenkraut (Circaea lutetiana)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: harmonisierend, belebend, anregend, ausgleichend, sensibilisierend, Liebesräucherung, Konfliktlösung, Unausgeglichenheit, Unruhe, Stress, Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit

Holunder (Sambucus niger)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter
Duftnote beim Räuchern: fein, warm, krautig, mit Honig-Note 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: positiv, klärend, reinigend, schützend, heilend, beruhigend, Hellsichtigkeit, Mentalkraft
Räuchermischungen:
Alant, Beifuß, Johanniskraut, Kamille, Königskerze, Linde, Rose, Schafgarbe, Weihrauch
Traditionelle Verwendung:
Traditionell kam dem Holunder eine spezielle Funktion im Ahnenkult zu, wo er als Pfortenöffner fungierte, der den Zugang zur Totenwelt schuf. Zu diesem Zweck wurde er früher oft zu entsprechenden Ritualen verräuchert. Der Rauch von verbranntem Holunder galt als Verbindung zum Jenseits. Der Hollerbusch galt schon immer als Lebens- und Sippenbaum und als Sitz des guten Hausgeistes. Er durfte auf keinem Bauernhof fehlen, denn in ihm wohnt die Muttergöttin Holda / Holle (althochdeutsch „hold“ – heilen) und diese beschützt das Leben der Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Holunder steht für diese Verbindung mit der Göttin und mit unseren Ahnen und dient auch der Findung der eigenen Lebensaufgabe und bringt Freude und Zufriedenheit.

Hopfen (Humulus lupus)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Hopfendrüsen
Duftnote beim Räuchern: fein-würzig 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: beruhigend, euphorisierend, betäubend, Übererregbarkeit, dämpft den männlichen Sexualtrieb, Streß, Partnerschaftsstreit, Kraft für Neubeginn
Räuchermischungen:
Lavendel, Passionsblume, Rose
Traditionelle Verwendung:
Seit alter Zeit gilt Hopfen als Symbol für die Fruchtbarkeit, weshalb früher häufig schwangere Frauen mit Hopfenbüscheln beräuchert wurden, um ihnen auf diese Weise die Schwangerschaft zu erleichtern.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut
Duftnote beim Räuchern: warm, würzig, heuähnlich
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: aufhellend, antidepressiv, beruhigend, wärmend, Mentalkraft, Kreativität,Heilung, Reinigung, Abbau von Spannungen, nach einem Streit, stärkt von Innen, Depression, Liebesorakel
Räuchermischung:
Beifuß, Berberitze, Brennnessel, Eibisch, Goldrute, Haselnuß, Huflattich 
Traditionelle Verwendung:
Das Johanniskraut zählt zu den Räucherkräutern, die zur Reinigung von Haus und Hof in den Rauhnächten verwendet wird. 

Kamille (Matricaria chamomilla)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut
Duftnote beim Räuchern: fein-sanft, süßlich-warm, krautig 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde:: ausgleichend, harmonisierend, reinigend, Kreativität, Licht bringend, vermittlet der Seele Ausgeglichenheit, stärkt bei Trauer, Ärger und negativen Gedanken, fördert Toleranz, Harmonie, schließt alte seelische Wunden
Räuchermischungen:

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: Reinigung, Schutz
Räuchermischungen:
Bockshornklee, Efeu, Estragon, Salbei, Thymian, Ysop
Traditionelle Verwendung:
Die peruanischen Indios räucherten das Kraut seit langer Zeit, um damit böse Geister und Krankheiten zu vertreiben.

Klettenlabkraut (Galium aparine)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig, heuartig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: reinigend, Aphrodisiakum

Königskerze (Verbascum)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Duftnote beim Räuchern: fein, warm, mit Honig-Note 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde:: aufhellend, Gelassenheit, Glücksweihrauch,Mentalkraft, gegen Blitzschlag
Räuchermischungen:
Eibisch, Klette, Kornblume, Rotklee, Oregano
Traditionelle Verwendung:
Im alten Griechenland wurden die Blüten und Blätter als Schutz vor bösen Geistern und Zauberei verräuchert.

Lavendel (Lavandula officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Duftnote beim Räuchern: angenehm, zart, würzig-krautig, lavendelartig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: ausgleichend, beruhigend, stärkend, klärend, desinfizierend, Reinigung, Hellsichtigkeit, seelisches Gleichgewicht, Inspiration, Selbstfindung, Harmonie, Gelassenheit, Konzentration, Krankenzimmer ausräuchern
Räuchermischungen:
Beifuß, Kiefer, Minze, Salbei, Styrax, Zeder
Traditionelle Verwendung:
In früheren Zeiten wurde Lavendel besonders zur Desinfektion von Krankenzimmern verräuchert.

Lebensbaum (Thuja occidentalis)
Verwendete Pflanzenteile: Nadeln
Duftnote beim Räuchern: frisch, balsamisch-waldig, zitronig-würzig, leichte Kampfernote
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: klärend, reinigend, stärkt das Selbstvertrauen, steigert Lebensfreude sowie Widerstandskraft, Magie, Hellsichtigkeit, Geist reinigend, schwierige Lebenssituationen
Räuchermischungen:
Kiefer, Salbei, Wacholder, Zeder, Zypresse 
Traditionelle Verwendung:
Die Zweige des Lebensbaumes wurden zur Vertreibung böser Geister und negativer Energien verräuchert, aber auch bei Beschwörungen.

Liebstöckl (Levisticum officinale)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut, Samen
Duftnote beim Räuchern: blumig, kraftvoll, maggiartig, würzig
Wirkung  / Anwendung in der Räucherkunde: heilend, stärkend, stimmungsaufhellend, Liebesräucherung, heilt seelische Wunden, stärkt den Geist, Nervosität, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit
Räuchermischungen:
Basilikum, Klettenwurzel

Linde (Tilia)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Rinde
Duftnote beim Räuchern: aromatisch-weich, warm
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde:: beruhigend, entspannend, Spiritualität, Heilung, Sensitivität, läßt Wohlstand und Reichtum ins Haus fließen, Seelentrost
Räuchermischung:
Brombeerblätter, Himbeerblätter, Styrax, Ysop 
Traditionelle Verwendung:
Mythologisch hat die Linde eine große Bedeutung bei vielen Völkern, angefangen bei den Griechen bis hin nach Skandinavien, wo die Linde als Wohnort von Elfen und Feen galt. Bei den Germanen und Slawen wurden die Blätter der Linde als Schutzmittel gegen böse Geister verräuchert. Seit alter Zeit gilt der Lindenbaum zudem als Symbol für Fruchtbarkeit und Liebe, was sich auch in etlichen deutschen Volksliedern (z.B. „Am Brunnen vor dem Tore“) niedergeschlagen hat. In vielen Dörfern bildete eine Linde früher den Dorfmittelpunkt, da sie als Schutzbaum vor Dämonen und Unwetter verehrt wurde. 

Lorbeer (Laurus nobilis)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Duftnote beim Räuchern: angenehm, aber recht eigen 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: belebend, stimmungsaufhellend, schärft die Sinne, fördert Klarheit, Konzentration sowie Wachheit, reinigende Schutzfunktion vor negativen Kräften, Glücksweihrauch,Hellsichtigkeit, Heilung, den inneren Sieger hervorbringend, Weisheit, Traumkraut, Reinigung
Räuchermischungen:
Hagebutte, Kiefer, Lavendel, Rosmarin, Salbei, Thymian, Wacholder, Weihrauch, Zeder
Traditionelle Verwendung:
Im Griechenland der Antike war Lorbeer auch als „mantikos“ (Hellsehkraut) bekannt. Er zählte zu den Zutaten jener Räuchermischung, die beim Orakel von Delphi (Pythia) zum Wahrsagen verbrannt wurde und die Nymphe Daphne wurde in einen Lorbeerbaum verwandelt, um vor den Nachstellungen Apollos geschützt zu sein. Im alten Rom ehrte man die Kaiser, erfolgreiche Feldherren (Triumphatoren) beim Einzug in die Stadt Rom und sportliche Sieger mit einem so genannten Lorbeerkranz. Ab dem Mittelalter war es in Europa üblich Lorbeer am Vorabend zum Dreikönigsfest als Schutz von Häusern und Höfen zu verräuchern.

Löwenzahn (Taraxacum)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Wurzel
Duftnote beim Räuchern: herb, krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: aufhellend, entspannend, unterstützend bei Meditationen, spendet Kraft, mentale Stärke, Ausgeglichenheit
Räuchermischungen:
Eisenkraut, Huflattich, Leberkraut, Knabenkraut, Spitzwegerich, Schafgarbe, Weißdorn, Wermut
Traditionelle Verwendung
In Europa wurde Löwenzahn in der Nacht vor Allerheiligen (Samhain) als Schutz vor bösen Geistern und Zauberei verräuchert. Ebenfalls wurde er als Orakelpflanze genutzt sowie bei Totenbeschwörungen geräuchert. Auch wurde dem Rauch von Löwenzahn eine desinfizierende Wirkung zugesprochen. Löwenzahn gilt in Europa seit alter Zeit als Schutzpflanze vor bösen Geistern und Zauberei. 

Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Kraut
Duftnote beim Räuchern: unangenehm
Wirkung /Anwendung in der Räucherkunde: schützend, bindend, liebend, versöhnend, desinfizierend, stärkend, stärkt die Liebesbindung

Malve, wilde (Malva sylvestris)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Duftnote beim Räuchern: blumig, aromatisch
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: schützend, beruhigend, fruchtbarkeitsfördernd, entspannend, heilend, stärkt die Verbundenheit zweier Liebender, Hellsichtigkeit
Kulturelle Bedeutung: 
Bereits in der Bibel werden Malven erwähnt (Hiob 6,6-7), deren Blätter von der israelischen Landbevölkerung als Küchenkraut für Salate und Suppen gesammelt wurden.

Melisse (Melissa officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: frisch-aromatisch, zitronig 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: aufhellend, beruhigend, hilft gegen Stress, stärkt die Abwehrkräfte, Schutz, Depression, klärt den Geist, tröstet bei Liebeskummer, Ruhe, Gelassenheit
Räuchermischungen:
Beifuß, Eisenkraut, Johanniskraut, Lavendel, Kamille, Königkerze, Minze, Nelke, Rainfarn, Rose, Rosmarin
Traditionelle Verwendung:
Melisse wird traditionell als Schutz vor negativen Energien geräuchert. 

Minze (Mentha)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: erdig, kühl, frisch, je nach Art mit spezieller Note 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: aufmunternd, beruhigend, reinigend, desinfizierend, spirituelle Energie, Meditation, Klärung der Atmosphäre
Räuchermischungen:
Angelikawurzel, Beifuß, Lavendel, Majoran, Melisse, Rosmarin, Thymian, Weihrauch, Wermut
Traditionelle Verwendung:
Ihr Rauch wurde früher häufig zur Abwehr von Dämonen und Geister benutzt.

Mistel (Viscum album)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Beeren
Duftnote beim Räuchern: angenehm, süßlich-krautig 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: reinigend, schützend, beruhigend, Hellsichtigkeit,Schutz, Streß, Ahnenanrufung
Räuchermischungen:
Birke, Eichenrinde, Eisenkraut, Meisterwurz, Weihrauch
Traditionelle Verwendung:
Die Mistel galt den Kelten höchstwahrscheinlich als heiligste aller Pflanzen und wurde entsprechend verehrt. Der römische Geschichtsschreiber Plinius berichtet dazu, dass die Pflanze von den keltischen Druiden, die in eine weiße Robe gekleidet waren, mit einer goldenen Sichel zur Winter- oder Sommersonnenwende geerntet wurde. Die Zweige, die bei der Ernte nicht zu Boden fallen durften, wurden anschließend in einen speziellen Trank gegeben, der unfruchtbare Tiere fruchtbar gemacht und Vergiftungen geheilt haben soll. Ebenfalls galt den Germanen die Mistel als heilige Pflanze und hatte in ihrer Mythologie eine wichtige Bedeutung: So wurde der Sonnengott Baldur der Sage von Loki mit zu einem Pfeil geformten Mistelzweig getötet.
In einigen Regionen ist es auch heute noch Brauch Misteln in der Zeit der Wintersonnenwende als Schmuck an die Haustür zu hängen, was vor Unglück bewahren soll. Ebenfalls soll das Küssen unter einem Mistelzweig Glück für die Beziehung zweier sich Liebender bringen.

Mutterkraut (Tanacetum parthenium) 
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: lösend, Migräne, Erkältungen, anregend, beruhigend, krampflösend

Nachtkerze (Oenothera biennis)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Kraut
Duftnote beim Räuchern: mild, süßlich
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: ausgleichend, beruhigend, entspannend, harmonisierend, heilend, befreiend, schützend, Stress, Unruhe, Reinigung, Entspannung, alte Gefühle loslassen, bereit für Neubeginn 

Odermennig (Agrimonia eupatoria)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern : angenehm, krautig, würzig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: reinigend, schützend, ausgleichend, appetitanregend, vertreibend, Unausgeglichenheit, Unruhe, Stress

Olive (Oleo europea)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Duftnote beim Räuchern: frisch, mild, warm, würzig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: erdend, heilend, schützend, erfrischend, Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit
Kulturelle Bedeutung: 
Bereits seit dem Altertum und der Antike zählt der Ölbaum zu den wichtigsten Kulturpflanzen. Die Bibel erwähnt ihn an vielen Stellen und er gilt gemeinhin als Symbol des Friedens (Ölzweig).

Oregano / Dost (Origanum vulgare)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig, leicht, minzig, würzig, aromatisch
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: reinigend, antiseptisch, schützend, stärkend, vertreibt alle Dämonen aus Geist und Haus, stärkt die ICH-Kraft, Traurigkeit, Kraftlosigkeit Räuchermischungen:
Baldrian, Beifuß, Dill, Johanniskraut, Wacholder
Historische Bedeutung: 
Bereits in der Antike wurde Dost als Gewürz- und Heilpflanze genutzt. In Ägypten wurde die Pflanze Osiris zugeordnet. In der Volksmagie des Mittelalters galt das Kraut als Mittel gegen böse Geister. Es wurde in früheren Zeiten im Haus verteilt, um die Bewohner vor Diebstahl, Hexerei und Zauberei zu schützen. Der Dost gehört zu den Beruf- und Beschreikräutern, denn er schützt vor angezauberten oder übertragenden Krankheiten und Flüchen. 

Passionsblume (Passiflora incarnata)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut
Duftnote beim Räuchern: herb, krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: anregend, aphrodisierend, halluzinogen, euphorisierend, stimmungsaufhellend, beschwingend, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit 

Pfaffenhütchen (Euonymus europaea) giftig
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Samen
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: Parasiten vertreibend, Klarheit im Kopf schaffend, Sensitivität, magischeKräfte, Heilung

Pfingstrose (Paeonia)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Duftnote beim Räuchern: blumig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: stimmungsaufhellend, schützend, Ängste, Schlafstörungen, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Heilung, Sensitivität, Kreativität, Hellsichtigkeit

Rainfarn (Tanacetum vulgare)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: fein, blumig, würzig, aromatisch, bitter
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: ermutigend, stark reinigend, positive Atmosphäre schaffend, abwehrend, erdend, schützend, lösend, stärkend, desinfizierend, antidämonisch, unheilabwehrend, Abwehr von Ungeziefer und bösen Geistern, abwehrende Wirkung von Blitzschlag und Seuchen, Sensitivität, Kreativität,Magie, gibt Herzenswärme, Selbstbewusstsein
Räuchermischungen:
Beifuß, Johanniskraut
Historische Bedeutung: 
Der Rainfarn zählt zu den 73 Heilpflanzen, die sich im Capitulare von Karl dem Großen aus dem Jahr 812 befindet.

Rhododendron (Rhododendron) giftig
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Zweige 
Duftnote beim Räuchern: weich, süß-fruchtig, warm, blumig-harzige Note, riecht nach frischem Holz 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: anregend, klärend, kann dabei helfen neue Kraft zu schöpfen, schützend vor schlechten Geistern, Krankheiten vertreibend, kann dabei helfen den Kontakt zu Göttern und Geistern aufzunehmen, Glücksweihrauch, Erfolg, Mentalkraft
Räuchermischungen:
Rosmarin, Rose, Sandelholz, Wacholder
Traditionelle Verwendung:
Rhododendron ist die offizielle Blume des Königreichs Nepal und verfügt über ein stark duftendes Harz, welches in Stielen und Blättern enthalten ist. Die Tamang und Tibeter räuchern jeden Morgen vor ihrem Hausaltar unter Gesängen als Opfergabe an die Götter einige Blätter des Rhododendrons in einer mit glühenden Kohlen gefüllten Tonschale. Das soll zudem eine positive Wirkung auf das eigene Karma sowie dem der Familie haben. Die Schamanen der Tamang setzen Rhododendron bei vielen ihrer Rituale und Heilungszeremonien ein. Außerdem ist das Kraut einer der Hauptbestandteile für ein tibetisches Räucherpulver, das am heiligen Ort Bodnath (nahe Katmandu) verräuchert wird.

Ringelblume (Calendula officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Duftnote beim Räuchern: krautig, lieblich
Wirkung  / Anwendung in der Räucherkunde: beruhigend, heilend, harmonisierend, positive Atmosphäre, aphrodisierend, Liebesräucherung, Geborgenheit, schöne Erinnerungen hervorbringend, angestaute Agressionen abbauend, Nervosität, Unausgeglichenheit, Unruhe, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Stress
Räuchermischungen:
Kamille, Minze

Rose (Rosa)
Verwendete Pflanzenteile: Blütenblätter
Duftnote beim Räuchern: zart, blumig-rosig, balsamische Note 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: aufhellend, erhebend, wärmend, die Sinnlichkeit fördernd, Liebesräucherung, Depression, Loslassen von geliebten Menschen, Aphrodisiakum, Meditation, Verehrung,Gesundheit, Heilung,Kraft, Erfolg, Öffnung des Herzchakras, Eifersucht, innere Ausgeglichenheit, Selbstliebe
Räuchermischungen:
Holunderblüten, Lavendel, Mädesüß, Myrrhe, Salbei, Sandelholz
Traditionelle Verwendung:
Die Anwendung des Rosenduftes als Heilmittel kann bis zu den antiken Hochkulturen nachgewiesen werden. Sowohl die Inder, als auch die Minoer auf Kreta vor 4000 Jahren verehrten die Rose (rosa damascena, rosas centifolia, rosa gallica) als heilige Blume. Seit alter Zeit findet die Rose auch als Räucherwerk Verwendung. Dabei sind es die Blüttenblätter und Knopsen, die gerne als Zutat verschiedenster Räuchermischungen beigegeben wurden und werden. Besonders fand Rose bei Räucherungen für Liebeszwecke Verwendung, da sie traditionell als ein Symbol für Venus, der Göttin der Liebe, gilt.

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: kraftvoll, frisch, krautig, würzige Note 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: desinfizierend, reinigend, stiftet Ruhe und Zufriedenheit, stärkt das Selbstvertrauen, fördert einen klaren und wachen Geist, Problembewältigung, Schutzräucherung, Reinigung der Atmosphäre, Heilung, Konzentrationsschwäche
Räuchermischungen:
Fichte, Melisse, Minze, Salbei, Thymian, Wacholder, Weihrauch, Zeder
Traditionelle Verwendung:
Bereits im alten Ägypten wurde Rosmarin für rituelle Räucherungen eingesetzt. Besonders in Reinigungsritualen fand Rosmarin als Räuchermittel Anwendung. Zudem war Rosmarin in England und Frankreich zu früheren Zeiten ein beliebtes Räucherwerk für Liebesräucherungen. Im Mittelalter fand Rosmarin in Räuchermischungen gegen die Pest Verwendung. Ebenfalls wird die Pflanze traditionell als Schutzmittel vor schwarzer Magie und bösen Geistern bzw. negativen Energien verräuchert.

Rotklee (Trifolium pratense)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: ausgleichend, lösend, beruhigend, stabilisierend, entspannend, harmonisierend, Stress, Unruhe

Salbei (Salvia officinalis) 
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: aromatisch, frisch, harzig-herb, würzig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: desinfizierend, konzentrationsfördernd, belebend, lösend, abwehrend, stärkend, erfrischend, Insekten vertreibend, Reinigung von Räumen, Gegenständen und Personen, Geist klärend Konzentrationsschwäche, Erschöpfung, Müdigkeit, Heilung,Hellsichtigkeit, Loslassen nach Trennung, Tod, Streitigkeiten, Selbstvertrauen
Räuchermischungen:
Fichtenharz, Lavende, Rosmarin
Traditionelle Verwendung: 
Die Verwendung von Salbeikraut als Räuchermittel verfügt über eine lange Tradition, bei der ihm besonders eine negative Energien vertreibende Wirkung nachgesagt wird. 

Schafgarbe (Achillea millefolium)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Duftnote beim Räuchern: frisch, süßlich, grasig, kampferartig, würzig, krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: harmonisierend, beruhigend, traumfördernd, ausgleichend, schützend, friedvoll, intuitionsstärkend, erfrischend, lösend, Hausräucherung, Unausgeglichenheit, Unruhe, Stress, Erschöpfung, Müdigkeit, Heilung, Kraft, Erfolg,Verehrung, Entschlossenheit, Mut, Selbstbewusstsein
Räuchermischungen:
Ringelblume, Taubnessel
Kulturelle Bedeutung: 
Bei den Chinesen dient Schafgarbe seit über 5000 Jahren als Orakelpflanze: Aus ihren Stängeln werden die Stäbchen für das traditionelle I Ging hergestellt.

Sommerflieder (Buddleja davidii)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Duftnote beim Räuchern: krautig, mild
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: harmonisierend, ausgleichend, Unruhe, Stress

Sonnenblume (Helianthus annuus)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Duftnote beim Räuchern: blumig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: stärkend, bringt Licht und gute Laune

Sonnenhut (Echinacea angustifolia)
Verwendete Pflanzenteile: Blüte
Duftnote beim Räuchern: erdig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: schützend, klärend, beruhigend, stärkend, kräftigend, reinigend, antiseptisch, Stress, Unruhe
Kulturelle Bedeutung:
Sonnenhut wird häufig in Schutzräucherungen eingesetzt.

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: unangenehm, brenzlig, beißend
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: heilend, Abwehrmittel bei angezauberter Liebe, wenn eine hoffnungslose Liebe nicht erwidert wird, Offenheit für eine neue Liebe, heilt seelischen Kummer und Schmerz, holt uns aus der tiefsten Trauer, Liebeskummer, Trennung, Abwehrmittel gegen allerlei angezauberte Hexerei

Stiefmütterchen (Viola tricolor)
Verwendete Pflanzenteile: Blüte
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: Sensitivität, Kreativität, Verantwortung

Stockrose (Alcea rosea)
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Duftnote beim Räuchern: blumig, aromatisch
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: schützend, beruhigend, entspannend, erwärmend, begleitend, lösend, erdend, heilend, Stress, Unruhe, heilt unsere Seele, hilft Einsamkeit anzunehmen

Styrax (Styrax officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Duftnote beim Räuchern: balsamisch-süß, intensive, würzige Note
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: Balsam für die Seele, beruhigend, erdend, Liebesräucherung, zur Meditation, entspannend, Abendräucherungen, starke psychische Spannungen
Traditionelle Verwendung:
Im alten Ägypten wurde Styrax häufig zusammen mit Kalmus geräuchert, um die geistige Stärke zu fördern. 

Thymian/Quendel (Thymus vulgaris)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Duftnote beim Räuchern: aromatisch, warm, würzig, krautig, kräftig 
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde:: belebend, Angst vertreibend, schafft neues Selbsvertrauen, vertreibt negative Energien, Abendräucherung, Ängste, Aphrodisiakum, Schutz, Heilung, Mentalkraft, Reinigung und Kräftigung für die Seele 
Räuchermischung:
Pfefferminze, Rosmarin, Spitzwegerich
Kulturelle Bedeutung: 
Der Name „Thymian“ hat seinen Ursprung im altgriechischen Wort „thyo“, das sich mit „den Göttern ein Opfer bringen“ übersetzen lässt. Der neugriechische Begriff „thymos“ bezeichnet hingegen die „in Rede stehende Pflanze“, was umgangssprachlich auch „thymari“ heißt. Daraus werden die Worte „thymiazein“ (räuchern), „thymiama“ (Räucherung, Räucherwerk) sowie „thymiaterion“ (Räucherfass) abgeleitet. Somit weist Thymian etymologisch eine enge Verbindung zum Räuchern auf.

Wacholder (Juniperus communis)
Verwendete Pflanzenteile: Beeren, Nadeln
Duftnote beim Räuchern: Beeren: stark waldig, frisch; Nadeln: kräftig-harzig, süß-warm Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: leicht desinfizierend, aufbauend, heilend, vertreibt schlechte Gedanken, sorgt für einen wachen und klaren Geist, hilft dabei negative Energien zu neutralisieren, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Schutz, Heilung, Kraft, Hellsichtigkeit, Mentalkraft, Reinigung nach Krankheit und Todesfall, stärkt inneres Schutzschild, gegen Neid, Mut für neue Dinge, stärkt Aufmerksamkeit
Räuchermischungen:
Weihrauch, Zeder
Traditionelle Verwendung:
Der Wacholder zählt zu den ältesten Räucherstoffen der Menschheit. Bereits in den Gräbern der alten Ägypter fand man Wacholder als Grabbeigabe, die vermutlich dem Schutz der Toten dienten. Der Rauch des Wacholders wurde auch im antiken Griechenland zur Divination eingesetzt, da ihm eine prophetische Wirkung nachgesagt wurde. Auch in Europa zählte der Wacholder bei den Kelten und Germanen zu den wichtigsten rituellen Pflanzen und galt als Symbol für die Unsterblichkeit des Menschen. In der Zeit des Mittelalters wurde Wacholder häufig bei Krankheiten geräuchert, die ansteckend waren. Die Menschen glaubten, dass dieser Baum bzw. Strauch eine besondere Schutzfunktion besäße. So wurden bei Pestepedemien nicht selten ganze Feuer aus Wacholderholz entfacht. 

Wilder Wein (Parthenocissus quinquefolia)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Duftnote beim Räuchern: herb, trocken
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: Träume anregend, Erfolg, Glücksweihrauch
Räuchermischungen:
Weißdorn

Weinraute (Ruta graveolens)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten, Samen
Duftnote beim Räuchern: krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: reinigend, befreiend, schützend, beruhigend, schlaffördernd, krampflösend, appetitanregend, insektenvertreibend, Appetitlosigkeit, Stress, Unruhe, gegen den bösen Blick, löst Verfluchungen auf (Mobbing), stark Unheil-abwehrend, befreit die Seele, Aufdecken falscher Freunde
Räuchermischungen:
Fichtenharz, Salbe, Rosmarin, Rainfarn
Kulturelle Bedeutung: 
Weinraute räuchern spielte im Exorzismus eine grosse Rolle und wurde dafür extra in Klostergärten angebaut. Man trug diese Zauberpflanze auch als Amulett bei sich, um gegen Verschreiungen geschützt zu sein. Bereits in der Bibel findet die Raute Erwähnung (siehe Luk 11,42) und auchim alten Ägypten war das Kraut als Heil- und Räucherpflanze bekannt. 

Wermut (Artemisia absinthum)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Duftnote beim Räuchern: warm, würzig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: sehr anregend, euphorisierend, klärend, antidämonisch, bewusstseinserweiternd, gegen den bösen Blick, Lebensenergie, Melancholie, Impotenz, Aphrodisiakum, Wehen auslösend, Geburt erleichternd, Schutz und Reinigung, Erdung, Sensitivität
Räuchermischungen:
Beifuß, Lavendel, Lorbeer, Pfefferminze, Rosmarin, Schafgarbe, Styrax, Wacholder
Traditionelle Verwendung:
Achtung: Wehenauslösend!
Früher wurde Wermut häufig als Mittel gegen schlechte Energie und böse Geister geräuchert. So verwendeten ihn die Bauern in den Rauhnächten als Räuchermittel, um ihre Ställe auszuräuchern und damit ihr Vieh vor Verhexung sowie Zauberei zu schützen. Außerdem legte man das Kraut kleinen Kindern für einen besseren Schlaf und als Schutzmittel vor Kobolden in die Wiege. Der Rauch, so glaubten die Menschen, vertreibe den Teufel und die bösen Geister von den Kindern. Wermut gilt deshalb auch als ein wichtiger Bestandteil von Kräuterbuschen.Der deutsche Name „Wermut“ ist vermutlich dem germanischen Wort „wermoda“ entlehnt. Bereits im Altertum war Wermut bekannt und bei den Griechen der Artemis (Göttin der Jagd, Schutzgöttin der Geburt und der Hebammen) geweiht. Von ihr stammt auch der botanische Name von Wermut („artemisia“). In den Mysterien- und Fruchtbarkeitszeremonien zur Ehre von Artemis wurde alljährlich im Frühjahr die Göttin in Form von Wermut symbolisch gegessen. Ebenfalls erwähnt die Bibel den Wermut an verschiedenen Stellen (vgl. Jer 23,15 und Am 5,7). Im Mittelalter galt Wermut als magisches Schutzmittel vor Impotenz und als Aphrodisiakum.

Wiesenlabkraut (Galium verum)
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Duftnote beim Räuchern: fein, würzig, krautig, lieblich, süßlich
Wirkung / Anwendung in der Räucherheilkunde: heilend, antidepressiv, harmonisierend, beruhigend, friedvoll, schützend, stärkend, stimulierend, Unausgeglichenheit, Unruhe, Stress, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit
Historische Bedeutung: 
Bei den Germanen war Labkraut der Göttin Freya geweiht. Das Kraut galt als geburtsfördernd und wurde deshalb häufig den Gebärenden ins Bett gelegt.

Ysop (Hyssopus officinalis)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Duftnote beim Räuchern: warm, leicht stechend, krautig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: belebend, reinigend, klärend, 
Konzentration verbessernd, negative Energien vertreibend
Räuchermischungen:
Weihrauch, Zeder, Zypresse
Traditionelle Verwendung:
Der Ysop zählt zu jenen Kräutern, die oft in der Bibel genannt werden. Ebenso findet er in vielen antiken Schriften Erwähnung und hatte besonders als Reinigungspflanze eine große Bedeutung. So wurde er in Form von Räucherwerk oder in Form von Besen zur Reinigung von Tempeln und heiligen Stätten eingesetzt.

Zirbelkiefer (Pinus cembra) 
Verwendete Pflanzenteile: Holzspäne Knospen, Harz
Duftnote beim Räuchern:  holzig, waldig, angenehm, aromatisch, intensiv, balsamisch, warm, harzig
Wirkung / Anwendung in der Räucherkunde: aufbauend, schützend, beruhigend, entspannend, erheiternd, aufmunternd, stärkend, stimmungsaufhellend, Abendräucherung, lässt zur Ruhe kommen, Reinigung, Heilung, Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, negative Energien vertreibend, Stress, Unruhe
Räuchermischung:
Baldrian, Lavendel